
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
17. August 2008 bis
25. Januar 2009
Reiss-Engelhorn-Museen
Mannheim C5
8. März 2009 bis
7. Juni 2009
Die Dauer, Ausstattung und der Ablauf der türkischen Hochzeit werden durch regionale Traditionen und soziale Herkunft bestimmt. In reichen Familien wurde bis zu mehreren Wochen gefeiert. In der Regel beschränkte sich die Hochzeitsfeier in bescheidenen Verhältnissen auf drei Tage (Henna-Nacht, Hochzeitstag und der Tag nach der Hochzeit). Den Ablauf einer türkischen Hochzeitszeremonie zeigt die Ausstellung am Beispiel eines historischen Modells aus der spätosmanischen Zeit und einer vorwiegend städtischen, wohlhabenden Gesellschaftsschicht.
Die türkische Hochzeit kennzeichnen mehrere wichtige Rituale und Ereignisse: Nach einer erfolgreichen Eheanbahnung, die das Servieren des Kaffees kennzeichnet, folgt die Eröffnung der Hochzeitsfeierlichkeiten mit der Präsentation der Aussteuer, das Braut-Hamam, die Henna-Nacht, der Hochzeitstag, der Brautumzug und die Hochzeitsnacht sowie der abschließende Festtag (Paça-Fest) nach der eigentlichen Hochzeitsfeier.
Viele der historischen Hochzeitstraditionen sind bis in die Gegenwart erhalten geblieben. Die Henna-Nacht ist beispielsweise bei Deutsch-Türken heute noch stark verbreitet.