EVET - Ja, ich will! Hochzeitskultur und Mode von 1800 bis heute: eine deutsch-türkische Begegnung
Museum für Kunst und Kulturgeschichte
rem - Reiss-Engelhorn-Museen

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
17. August 2008 bis
25. Januar 2009

Reiss-Engelhorn-Museen
Mannheim C5
8. März 2009 bis
7. Juni 2009

Modedesign: mal türkisch, mal deutsch

Istanbul ist in den letzten Jahren zum Dreh- und Angelpunkt türkischer Modeschöpfer geworden. Viele haben durch ihre Kreationen auch in der westlichen Modeszene ein bemerkenswertes Renomee erlangt. Vor allem die Ideen junger Modemacher zeichnen sich durch eigenwillige und ideenreiche Designschöpfungen aus, die gängigen (Braut-)Moden Alternativen entgegensetzen. Die Ausstellung präsentiert Newcomer und international anerkannte Modedesigner und -labels aus der Türkei wie Atıl Kutoğlu, Dice Kayek, Banu Bora oder Hakan Yildirim. Ihre Modelle demonstrieren eindrucksvoll die Kreativität und avantgardistischen Ansätze türkischer (Braut-)Mode.

 

Hochzeitskleid, Dice Kayek, Paris, Herbst / Winter 2006/07
© Dice Kayek, Paris, Foto: Olivier Claisser

In der Modemetropole Paris behauptet sich beispielsweise das von zwei Schwestern, Ece Ege und Ayse Ege geführte Modelabel Dice Kayek. Seit den frühen 90er Jahren entwirft Ece Ege, die in Paris Modedesign studierte, eigene Kollektionen. Sie greift darin auf die kulturellen Besonderheiten ihrer Geburtsstadt Bursa, die alte Hauptstadt des Osmanischen Reiches zurück. Luxus und Exklusivität prägen ihre Kleider, darunter auch das hier abgebildete und in der Ausstellung präsentierte elfenbeinfarbene Hochzeitskleid aus Spitze, Seide und Tüll.

Deutsche Modelabels wie Boss, Escada und Joop sind auf den weltweiten Laufstegen präsent. In der Ausstellung werden junge Modemacher präsentiert, darunter beispielsweise Kreationen von Anja Gockel. Sie hat sich in den letzten Jahren in der internationalen Modeszene behaupten können. Nach Studienaufenthalten bei namhaften Designern wie Vivien Westwood und Francesco Ortenzi sowie zahlreichen Auszeichnungen wie dem Creativity Award (USA) gründete sie 1996 ihr eigenes Label ?Anja Gockel ? London? und die Anja Gockel GmbH in ihrer Geburtsstadt Mainz. Internationale Kundschaft ? darunter Vertreter der Königshäuser ? zählen heute zu ihrer Klientel.